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Vinylböden zu verlegen, ist heutzutage kein Hexenwerk mehr und keine Wissenschaft für sich. Vielmehr ist es gerade ein hervorstechendes Merkmal dieser immer beliebteren Bodenbelag Variante, dass auch Laien und Gelegenheitsheimwerker einfach und schnell Vinyl verlegen können. Dennoch sollte man sich – wie immer, wenn man etwas Neues anfängt – mit einigen grundlegenden Begriffen vertraut machen.

Diese erleichtern nicht nur die Auswahl und das Beratungsgespräch im Baumarkt der Wahl, sondern auch bei Freunden und Bekannten kann man mit Know-How im Small-Talk glänzen. Sich ein wenig in der „Materie auszukennen“, schadet also ganz sicher nicht und zu jedem praktischen Handwerk gehört ein wenig Theorie. Oder hätten Sie von Anfang an gewusst, was es mit „Akzentstreifen“ auf sich hat und wie die ideale Belagstärke eines Vinylbodens ist. Diese und mehr Fragen, beantwortet unser Einmaleins rund um Vinylböden, ihre Eigenschaften und Besonderheiten.

Von A wie Akzentstreifen und B wie Belagstärke bis V wie Verlegerichtung…

PVC und Vinyl: ein und dasselbe?

Zunächst geht es um eine Begriffsklärung: Polyvinylchlorid, ein Stoff, der sich unter anderem aus Erdölanteilen und Kochsalzelementen zusammensetzt, ist das ausgeschriebene, chemische Fachwort – und meint nichts anderes als PVC UND Vinyl. Beides ist definitiv das Gleiche.

Einst gehörte PVC aufgrund der zahlreichen hervorragenden Eigenschaften zu den nachgefragtesten Böden, gerade in Nutzräumen wie Küchen oder Bädern. Dennoch neigen Hersteller und Industrie heute dazu eben von Vinylböden zu sprechen, und meiden die Verwendung des PVC-Begriffs. Schuld ist, dass Zusatzstoffe des PVCs, sog. „Additive“, vor einiger Zeit in Verruf geraten sind, da sie sogenannte Weichmacher enthielten, über Ausdünstungen entweichen konnten und als arg gesundheitsgefährdend eingestuft werden mussten. Ein Vinylboden nämlich besteht niemals nur aus PVC/Vinyl, sondern meist nur die oberste Nutzschicht, die besonders strapazierfähig sein soll.

Der Preis für die vielen Vorteile, die dieser Bodenbelag mit sich brachte – denn er war und ist eben chemisch zusammengesetzt. Der Mangel an natürlichen Rohstoffen, die gerade heute in Form von Kork oder Holz so in Mode kommen, macht auch eine umweltverträgliche Entsorgung bzw. ein Recyceln nahezu unmöglich. Ein weiterer Malus, der den Ruf des PVC-Boden nachhaltig schädigte.

Die Gesundheitsrisiken ebenso wie die Umweltproblematik sind heute dank zahlreicher neuer Entwicklungen, Optimierungen und Selbstverpflichtungen der Hersteller deutlich reduziert bis nicht mehr vorhanden. Diesem Umstand wird Ausdruck verliehen, in dem man kaum mehr von PVC-Böden, sondern in neuen Generationen nur noch von Vinylböden spricht. Und als diese feiert das Bodenmaterial eine beeindruckende Renaissance.

 

Schwimmend vs. klebend – Die Verlegung von Vinylböden

Dieses „Comeback“ geht auch mit weiteren Veränderungen einher: Nicht mehr wie einstmals „von der Rolle“, sondern auf Trägerplatten, die man wie Parkett oder Laminat zusammensetzt, kommt nun der Vinylboden daher. Früher war ganz klar das Verkleben Gang und Gäbe: Beim Verlegen wurde das Vinyl in Bahnen ausgerollt und fix mit dem Untergrund verklebt.

  • Ein späteres Auswechseln etwaiger beschädigter oder verunreinigter Stellen?
    • Keine Chance.

Heute ist das Vinyl auf Trägerplatten oder „Planken“ – den sogenannten Vinyldielen. Mit ausgeklügelten Klicksystemen lassen diese sich wie ein Puzzle zusammenklicken. Gerade auf großen, geraden und ebenen Flächen kein Problem auch für ungeübte Hände. Ein wenig mehr Erfahrung bedarf es selbstredend, wenn an Ecken, Kanten, Wandvorsprüngen, Türrahmen oder Heizungen vorbei verlegt werden muss.

Die schwimmende Verlegung hat wie beim Laminat natürlich auch den Vorteil, dass das Entfernen keine Schwierigkeiten mehr macht: Einfach mal Lust auf einen neuen Boden? Oder steht ein Umzug ins Haus? In Nullkommanichts lässt sich der Vinyl Bodenbelag mit ein wenig Kraftaufwand herausnehmen. Alles andere als ein „Gewaltakt“ bestehend aus stundelangem Kratzen und Abschaben, der oft bei verklebten Böden nötig ist.

 

Verlegerichtung: Entscheidende Rolle auch beim Vinyl?

Ob Laminat oder Parkett: Jeder, der sich einmal mit dem Boden verlegen beschäftigt hat, hat auch schon etwas von der Bedeutung der Verlegerichtung im Raum gehört: längs, quer – da scheiden sich nicht selten die Geister.

Doch die Verlegerichtung ist weniger eine Glaubens- und Gewissensfrage als eine mit Blick auf die Frage, wie der Raum wahrgenommen wird.

  • Woher fällt das Licht ein und wie kann es ins Zimmer „getragen“ werden?
  • Soll ein kleiner Raum größer wirken? Wie ist die Blickrichtung?
    • Richtig oder falsch gibt es hier nicht.

Da Vinylböden heute auch auf Planken und genau wie Laminat mittels Klicksystem verlegt wird, stellt sich auch hier früher oder später die Frage der Verlegerichtung. Besser früher – denn man sollte sich VOR dem Verlegen entscheiden und bewusst machen, wie es aussehen wird. Dank Klick kann man im Notfall natürlich auch noch etwas ändern.

 

Oberflächenstruktur: Der große Trumpf des Vinylbodens

Vinylböden sind in den letzten Jahren auch zur echten Alternative zu Parkett oder Laminat geworden, da sie mit einer schier unendlichen Vielzahl an Oberflächenstrukturen, Designs und Dekoren aufwarten. Holz (Eiche, Buche, Ahorn, Walnuss…), Stein oder Kunst: Diese Vielseitigkeit in der Optik macht Vinyl einerseits interessant für jeden persönlichen Geschmack, aber auch für (fast) jede Raumsituation, ob im Bad, in der Küche, im Flur oder im Wohnzimmer.

Die Oberflächenstruktur bezieht sich aber nicht nur auf die optische Wahrnehmung, sondern vielmehr auch auf die Haptik. Auf einem Boden läuft man – aber mitunter sitzt man auch oder spielt mit Kindern auf ihm. Glatt oder mit Struktur: Da geht es unweigerlich auch darum, wie sich der Belag anfühlt. Vinyl hat auch in dieser Hinsicht von vornherein einige Vorteile, sagt man ihm eine stärkere Wärme nach als eher kühlem Laminat, Parkett und natürlich erst recht Fliesen. Passionierte Barfußläufer wird’s freuen.

Desweiteren sorgt die Oberflächenstruktur auch für gute Hygieneeigenschaften: Erstens bestehen keine Fugen oder Zwischenräume, in denen sich Staub und Schmutz festsetzen kann. Zweitens lassen sich die Flächen bestens reinigen – ein feuchtes Tuch reicht meist schon aus. Sogar Öle, Leime oder Säuren können dem Vinyl Fußboden nichts anhaben.

 

Belagstärke: Je nach Anwendung des Vinyls

Vinylboden setzt sich zumeist aus mehreren Schichten zusammen, so die Trägerschicht, die Dekorschicht und die oberflächenversiegelte Nutzschicht. Unter Belagstärke versteht man die Dicke / Höhe der Vinylplanken – die sogenannte Aufbauhöhe. Für mitunter extremere Belastungen in industriellen oder gewerblichen Kontexten – auch hier erfreut sich Vinyl, z.B. in Laboren, Arztpraxen, Büros, Restaurants etc. großer Beliebtheit – empfiehlt sich gemeinhin eine höhere Belagstärke. Die bandbreite reicht von 1 oder 2 mm für private Bereiche bis zu 5mm für Industrie und Gewerbe.

 

Sockelleisten: Unverzichtbares Zubehör und Pluspunkt beim Design

Sockelleisten oder Fußleisten dürfen natürlich auch bei Vinylböden nicht fehlen. Entweder sucht man sich exakt zum Dekor des Vinyls passende Leisten aus. Oder im Gegenteil nutzen Kreative die Sockelleisten zur bewussten Akzentuierung. Schlicht oder extravagant, edel oder rustikal: Ein Blickfang im Raum und die perfekte Ergänzung für jeden Vinylboden.

Auch die Leisten werden – wie der Bodenbelag – immer leichter anzubringen und zu montieren. Platzsparende Breiten sorgen dafür, dass die Fußleisten nicht stören. Auch hier ist die Auswahl meist riesengroß.

 

Akzentstreifen: i-Tüpfelchen für den Vinylboden

Akzentstreifen werden, wie der Name schon sagt, beim Verlegen gezielt zwischen einzelne Vinylplanken/-dielen gesetzt, um so einen Eyecatcher-Effekt zu erzielen. Der Auswahl sind fast keine Grenzen gesetzt. Es gibt sie als beliebtes Zubehör wiederum in verschiedenen Designs und sie werden gerne als Stilmittel in Richtung Designböden verwendet, da je nach Zusammenspiel mit den Bödenplatten mitunter sehr eindrucksvolle Gesamtbilder entstehen können.

 

Kantenform: Was ist „Fase“ für Bodenbeläge?

Beim Vinylboden unterscheidet man zwischen gefasten und ungefasten Kanten. Darunter versteht man, ob die Kanten der einzelnen Dielen/Planken abgerundet (gefast), abgeschrägt (teilweise gefast) oder gerade/scharf (ungefast) sind. Eine Fase hat sich heute bei den meisten Herstellern von Vinylböden durchgesetzt und gehört quasi dazu. Je nachdem, ob gefast oder ungefast ergibt sich jedoch eine durchaus andere Optik mit Blick in den gesamten Raum. Damit ist auch dies eine Art Stilmittel. (Mehr erfahren)

Vinylböden gehören nicht umsonst zu den Trendthemen im Bereich Wohnen und Einrichtung – mit diesem 1×1 können auch Sie beim Thema mitreden.

 

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