Jobvermittlung – jenseits von Arbeitsamt & Co

Beim Thema Jobvermittlung denkt man meist unwillkürlich an den nicht immer leichten Gang zum Arbeitsamt, das seit 2004 den klangvollen Namen „Bundesagentur für Arbeit“ trägt. Doch wer bei der Jobsuche jenseits von eigenen Bewerbungen auf offene, ausgeschriebene Stellen oder den berühmten Initiativbewerbungen weitere Unterstützung, Beratung oder gar eine effektive Vermittlung benötigt, ist längst nicht mehr auf das „Amt“ angewiesen.

Jobvermittlung – jenseits von Arbeitsamt & Co

Es etablieren sich spannende weitere Strukturen, die ganz neue Dimensionen beim Thema Bewerbung und Arbeitssuche einläuten und dabei immer stärker die Bedürfnisse von Bewerbern / Arbeitsuchenden / Studierenden einerseits sowie die Anforderungen von Unternehmen andererseits in Einklang bringen. Arbeitsvermittlung hat historisch gesehen bereits eine lange „Tradition“ in Deutschland: Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts etablierten sich gewisse Einrichtungen zur Arbeitsvermittlung, welche Meldungen freier Arbeitsplätze sammelten und sie Arbeitssuchenden zur Verfügung stellten.

Ab 1920 dann gab es hochoffizielles „Reichsamt zur Arbeitsvermittlung“.

Es zeigt sich: von Beginn an wurde die Vermittlung von Jobs durch und durch als wichtige, öffentliche und politisch-soziale Aufgabe verstanden – und öffentliche, staatliche oder kommunale Träger übernahmen die Verantwortung. Dies hat sich heute deutlich gewandelt: Im Sektor Jobvermittlung agieren zahlreiche private Akteure und es entwickeln sich innovative Möglichkeiten, die auch mit der Technisierung und Digitalisierung einhergehen.

Vor allem aber auch mit dem nicht zu leugnenden Wunsch und Trend, das Thema Job und Karriere gezielt zu steuern, zu planen und einen langfristig gezielten Karriereweg zu gehen.

Ein Überblick:

 

1) Personaldienstleister im Dienste für Bewerber und Unternehmen zugleich

Personalvermittlung Dekra-Arbeit.deAdecco, HAPEKO, Robert Half, Hays, ManPower oder DEKRA Arbeit: Private Personaldienstleister, die sich den Themen Personalplanung und Personalmanagement verschrieben haben, erleben derzeit echte Hochkonjunktur.

Die „private“ Jobvermittlung ist seit Mitte der 1990er-Jahre offiziell als Gewerbe erlaubt – Arbeitssuchende sind hier ebenso wie Arbeitgeber „Kunden“. Längst geht das Portfolio und der Leistungsumfang dieser Personalberatung weit über die eigentliche Jobvermittlung hinaus: Von Unterstützung bei den perfekten Bewerbungsunterlagen, Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche und gezieltem Bewerbungstraining, über Fort- und Weiterbildungen bis zu neudeutschem Profiling und ganzheitlichem Coaching.

Ganzheitlicher Service rund um den neuen Job. Dabei verstehen sich die Personaldienstleistungsunternehmen – und dies gilt durchaus als ihr Erfolgsgeheimnis – keineswegs nur als Arbeitsvermittler, sondern auch Ansprechpartner regional ansässiger oder auch nationaler Firmen. Diese lagern häufig ihre gesamte Personalarbeit und aufwändiges, ressourcenintensives Bewerbermanagement & Co direkt gänzlich an den Personaldienstleister aus. Durch den direkten Kontakt und ein engmaschiges Unternehmensnetzwerk lassen sich Stellen gezielt besetzen und Menschen effektiv nicht nur „in Arbeit“, sondern in individuell passende Stellen bringen.

Individualität ist das vorderstes Ziel: denn nur, wenn die persönlichen Vorstellungen des Arbeitnehmers zu den Anforderungen der Unternehmensseite möglichst einhundertprozentig passen, ist ein nachhaltiges und langfristiges Arbeitsverhältnis perspektivisch in Sicht.

Zu den wirkungsvollen Möglichkeiten der Personaldienstleister zählt auch der Einsatz von Zeitarbeit mit ihren ganzen Potenzialen, denn so können sich beide Seiten – Bewerber und Arbeitgeber – quasi zunächst annähern.

 

2) Headhunter / Recruiter „auf der Jagd“: Job mit Nachdruck

Headhunter / RecruiterSie kommen zum Einsatz, wenn es darum geht qualifizierte Fach- und Führungskräfte anzuwerben sowie spezielle Stellen mit hohem Einkommen ganz gezielt zu besetzen.

Die Kopfjäger“ / „Headhunter sind entweder unternehmensintern der Personalabteilung zugeordnet oder werden extra engagiert – auch hier haben sich eigene Unternehmen und Anbieter etabliert.

Ihr Service: Nicht immer geht es bei dieser Jobvermittlung um Jobsuchende oder Bewerber, die in den Fokus der Headhunter geraten, sondern es nicht selten werden Fach- und Führungskräfte anderer Unternehmen zum „Subjekt der Begierde“. Dann geht es um konkretes Abwerben, und um das Herbeiführen einer beruflichen Veränderung im besten Fall natürlich hin zum Auftraggeber des Headhunters.

Erst dann nämlich gibt es für den Service entsprechendes Honorar und eine Erfolgsprovision.

 

3) Job Datenbanken, Apps, Suchmaschinen: Die Technisierung der Jobvermittlung

Die Technisierung der JobvermittlungDie Business Social Networks XING und Linkedin machen es vor, sind aber zugleich nur eine Facette der neuen digitalen Möglichkeiten: Einerseits machen sie Personalberatern und Headhuntern mitunter „das Leben leichter“, andererseits machen sie sie zum Teil auch „überflüssig“.

Arbeitsuchende, Bewerber oder feste Arbeitnehmer/Angestellte auf der Suche nach neuen beruflichen Herausforderungen lassen sich leichter, schneller und effektiver denn je suchen und finden. Direkt inklusive: die unmittelbare Kontaktmöglichkeit sowie eine bereitwillig zur Verfügung gestellte Einsicht in Qualifikationen, Lebensläufe und vieles mehr.

Ähnliche Recherchen ermöglichen auch zahlreiche weitere Plattformen, Datenbanken und Apps sowie Netzwerke die ganz und gar auf den Zweck des Headhunting und der Jobvermittlung eingerichtet sind, wie Experteer & Co.

Zum Beispiel die Personalvermittlung Dekra-Arbeit.de ist hier eine Sache von wenigen Klicks – mit vielen Vorteilen für beide Seiten: Bewerber können spannende Stellen identifizieren und gleich nach Branche, Zielgehalt, Entfernung und ähnlichen Kriterien filtern und sortieren.

Unternehmen können sich mit attraktiven Profilen als spannender Arbeitgeber präsentieren – ein Bereich, für den sich sogar ein eigenes Fachwort etabliert hat: Employer Branding oder – ein Unternehmen wird zur Arbeitgebermarke.

Natürlich nutzen auch wiederum Headhunter und Recruiter die allzu offenliegenden Potenziale der Karrierenetzwerke für eine direkte Ansprache.

 

4) Jobbörsen / Messen: Noch lange nicht ausgedient beim Thema Karriere

Jobboerse Dekra ArbeitSie heißen „Absolventa“, „Akademika“, „Connecticum“ oder auch einfach nur „Karrieretage“, richten sich an Studierende, Absolventen oder Auszubildende: Bei aller Technisierung und Digitalisierung haben im Bereich der Jobvermittlung auch heute noch die klassischen Jobbörsen- oder Jobmessen ihre Daseinsberechtigung.

Nirgends sonst ist der direkte Kontakt, das wirkliche „Face-to-Face“-Kennenlernen von Bewerber und Unternehmen so möglich. Oftmals sind die auf eine bestimmte Region oder Fachrichtung fokussiert, oftmals schleißen sich aber auch direkt an Studiengänge an und vollziehen sich im direkten Universitätsumfeld. Große Unternehmen und Marken ziehen aber auch immer öfter eigene Karrieretage und großformatige Events auf, werben auf diesen offensiv um Fachkräfte und die besten Bewerber.

Aber auch im Bereich der Jobmessen hält der Fortschritt Einzug: in virtuellen Räumen lässt sich das ganze Thema bereits komplett online abbilden, Chatmöglichkeiten und Augmented / Virtual Reality lassen grüßen.

Fazit: Jobs finden heute

Bei der Jobvermittlung geht es – anders als bei einfachen Stellenanzeigen als klassischer, aber durchweg passiver Rekrutierungsweg – um eine aktive Handlung, um gezielte Direktansprache statt um reaktives und geduldiges Abwarten, ob auf die ausgeschriebenen Stellen eine „Response“ erfolgt oder ob auf das Bewerbungsschreiben endlich die Antwort im Briefkasten liegt.

Nicht selten will ein Arbeitgeber seinen Personalbedarf, gerade wenn es um spezielle Bereiche geht, auch nicht öffentlich machen.

All dies ist das Einsatzgebiet moderner Job- und Personalvermittlung jenseits des Arbeitsamts, die viele spannende Facetten hervorbringt.







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